Verdi tarifvertrag zukunft

Verdi und Freitage für die Zukunft Allianz für die Klimakrise. Erfolgreiche Kombination: Die anstehende Tarifrunde für den ÖPNV verbindet die Gewerkschaft mit der Klimakrise. (1. Oktober 2019) Die Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro war eine der Forderungen, die die Delegierten des Verdi-Gewerkschaftskongresses anzogen. Sie kamen zusammen, um über die Politik für die nächsten vier Jahre zu debattieren und zu entscheiden. Zu den wichtigsten Themen gehörten die Stärkung der Tarifverhandlungen, die Erhöhung der Mitgliederzahl und die Wahl der neuen Führung. Der Kongress verabschiedete seinen ersten Vorsitzenden Frank Bsirske emotional. Frank führte die Gewerkschaft seit ihrer Gründung im Jahr 2001 und wurde zum Gesicht der neuen und fortschrittlichen Gewerkschaft. Der Generalsekretär der EPSU dankte vor den rund 1000 Delegierten für die vielen Beiträge zur europäischen Gewerkschaftsbewegung und erinnerte: “Wir brauchen mehr und nicht weniger Europa, um uns den vielen Herausforderungen zu stellen, vor denen wir stehen”. Gemeinsam mit Forderungen von Verdi und DGB nach mehr öffentlichen Investitionen in öffentliche Dienstleistungen und öffentliche Infrastruktur. Der Kongress hatte eine große Debatte über Klimawandel und Maßnahmen.

Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels müssen gerecht und fair und sozial verträglich sein. Verdi war Teil der Verhandlungslösung, um den Kohleausstieg bis 2038 zu sichern. Das Paket enthält Maßnahmen zur Gewährleistung einer fairen Behandlung der betroffenen Arbeitnehmer und Investitionen in den am stärksten betroffenen Gemeinden. Verdi wird die Zukunft der Freitagsstreiks weiter unterstützen. Diese brachten am 20. September 1,4 Millionen Menschen auf die Straße. Die Gewerkschaft hat sich verpflichtet, die Streiks an den Hochschulen vom 2. bis 6.

Dezember zu unterstützen. Weitere diskutierte Themen waren die Arbeitszeitverkürzung und eine Kampagne für einen Tarifvertrag, der unter anderem ältere Pflegekräfte abdeckt. Die Tarifpolitik von Verdi hat vor allem durch Arbeitskämpfe im öffentlichen Dienst große Media-Aufmerksamkeit erregt. 2006 haben die Gewerkschaftsmitglieder einen neuen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Bundesländer angenommen, nachdem sie zuvor drei Monate lang gestreikt hatten. [55] Der Marburger Bund lehnte das damalige Verhandlungsergebnis ab und führte die Medien zu der Meldung, er begebe sich “auf Kollisionskurs” mit Verdi. [57] Die Tarifgemeinschaft der beiden Gewerkschaften war bereits im Vorjahr aufgelöst worden. [58] 2007 starteten Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) eine drei Millionen Euro teure Werbekampagne unter dem Motto “Genug gespart”. [59] Ziel der Kampagne war es, die Aufmerksamkeit stärker auf die Arbeit des öffentlichen Dienstes im Vorfeld neuer Tarifverhandlungen zu lenken.

[60] Nach einer Warnstreikwelle und mehreren Verhandlungsrunden forderten die Parteien im März 2008 eine Schlichtung. [61] [62] Obwohl dies misslang, einigte sich Verdi schließlich mit Bund, Ländern und Kommunen auf einen neuen Tarifvertrag. [63] [64] Die Gewerkschaft erzielte eine Lohnerhöhung von acht Prozent,[65] was einige Beobachter als schwere Belastung für die öffentlichen Haushalte bezeichneten. [66] Verdi zog im Handelsstreit insgesamt 50.000 neue Mitglieder an. [67] Später gelang es ihr, diesen Erfolg bei ähnlichen Verhandlungen im Jahr 2018 mit einer Vereinbarung zu wiederholen, die eine kumulative Erhöhung der Gehälter um 7,5 Prozent über einen Zeitraum von 30 Monaten vorsieht und Aufstockungen und zusätzliche Zahlungen umfasst, die den öffentlichen Sektor zu einem attraktiveren Arbeitgeber machen sollen. [68] Darüber hinaus werden die Branchenbereiche auch für Tarifverhandlungen in ihren Sektoren zuständig sein.